Ziele des SFB 688

Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardiovaskulären System sind von zentraler Bedeutung für die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen, sie sind aber auch entscheidend an Entzündungs-, Heilungs- und Umbauprozessen beteiligt. Andererseits sind dysregulierte Zell-Zell-Wechselwirkungen in vielen Fällen ursächlich für Erkrankungen des Gefäßsystems und sich daraus ergebende akute ischämische kardio- und zerebrovaskuläre Ereignisse, die in unserer alternden Gesellschaft eine große medizinische Herausforderung darstellen und auch von zunehmender sozioökonomischer Bedeutung sind.
Der SFB 688 hat sich zum Ziel gesetzt, auf dem Gebiet der Zell-Zell-Wechselwirkungen im kardio- und zerebrovaskulären System grundlegende, neue Erkenntnisse über die Pathogenese vaskulärer Erkrankungen zu erarbeiten und daraus neue diagnostische und therapeutische Ansätze abzuleiten. Hierbei haben wir uns in der zurückliegenden Förderperiode im Wesentlichen auf drei eng verzahnte Schwerpunktbereiche konzentriert:

  1. Mechanismen intravasaler Thrombusbildung und ischämisch/entzündlicher Prozesse,
  2. Regulation der endothelialen Schrankenfunktion und
  3. Bildgebung von Zell-Zellwechselwirkungen im kardio- und zerebrovaskulären System.

Es ist geplant, dieses erfolgreiche Konzept in der hier beantragten Förderperiode fortzuführen und durch Projekte zu ergänzen, die sich mit grundlegenden Signaltransduktionssystemen im kardiovaskulären System sowie endothelialen Vorläuferzellen beschäftigen.