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    Sonderforschungsbereich 688

    Zeitlich-räumliche Analyse der Zell-Zell-Wechselwirkungen im ischämischen Gehirn mittels Zweiphotonen- und Lichtblattmikroskopie

    K. Heinze, D. Stegner, G. Stoll

    Zusammenfassung

    Der ischämische Schlaganfall ist eine Haupttodesursache weltweit. Oberstes therapeutisches Ziel ist die Wiederherstellung des Blutflusses durch Thrombolyse, was aber die weitere Hirninfarktentwicklung oft nicht vollständig verhindern kann. Die Pathophysiologie dieses sogenannten Reperfusionsschadens ist bisher nicht verstanden. Wir postulieren thrombo-inflammatorische Zell-Zellwechselwirkungen an der neurovaskulären Einheit als zentralen Wirkmechanismus. Obwohl mit Thrombozyten, T-Zellen, dem Kontaktaktivierungssystem und der neuronalen Kalziumhomöostase essentielle pathogene Faktoren in der Schlaganfallentwicklung identifiziert sind, konnte ihr Zusammenwirken auf mechanistischer Ebene bislang nicht geklärt werden. Um dies zu erreichen, wollen wir erstmals die Zell-Zellwechselwirkungen im ischämischen Gehirn anhand hochauflösender transkranieller 2-Photonen- und Lichtblattmikroskopie räumlich-zeitlich kartieren und dann durch Ausschaltung einzelner essentieller pathogenetischer Faktoren molekular analysieren. Wir erwarten uns hiervon grundlegend neue Erkenntnisse zur Pathophysiologie des Schlaganfalls insbesondere in der Reperfusionsphase.

     

    Schlüsselmoleküle der Schlaganfall¬pathogenese. Die hier aufgeführten „Schlüsselspieler“ tragen maßgeblich zur Infarktprogression in der Reperfusionsphase bei, die zugrundeliegenden Mechanismen sind jedoch unverstanden. BHS= Bluthirnschranke
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    SFB 688 Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell- Wechselwirkungen im kardiovaskulären System
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