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    Sonderforschungsbereich 688

    Der Sonderforschungsbereich SFB 688 blickt auf zwölf erfolgreiche Forschungsjahre auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück

    Eine Vielzahl verschiedener Zellpopulationen im kardiovaskulären System muss in zeitlich-räumlich streng kontrollierten Prozessen zusammenwirken, um die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen sicherzustellen und Entzündungs-, Heilungs- und Umbauprozesse zu gewährleisten. Physiologische Wechselwirkungen zwischen Thrombozyten, Entzündungszellen, Endothel und anderen vaskulären sowie benachbarten Zellen erhalten die Hämostase und kontrollieren die Funktion biologischer Barrieren. Nur so kann die Blutstillung garantiert und die Versorgung der Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen gewährleistet werden. Veränderungen dieser Zell-Zell-Interaktionen führen zu Thrombose, Atherosklerose und Entzündungsprozessen und bilden die pathophysiologische Grundlage von kardio- und zerebrovaskulären Erkrankungen wie Myokardinfarkt und Schlaganfall.

     

    Bernhard Nieswandt, Sprecher des SFB 688, resümiert:

    „Wir haben in den letzten zwölf Jahren zu entscheidenden Erkenntnissen über die Entstehung von Volkskrankheiten wie Herzschwäche und Schlaganfall beigetragen. Das war nur möglich, weil Wissenschaftler aus Medizin, Biologie, Chemie und Physik über ihre Fachgrenzen hinaus erfolgreich zusammengearbeitet haben.

    Der SFB 688 hatte es sich zum Ziel gesetzt, diese Zell-Zell-Wechselwirkungen in einem translationalen und interdisziplinären Ansatz unter Einbeziehung hochauflösender Bildgebungsverfahren, molekulargenetischer Methoden und relevanter Krankheitsmodelle zu analysieren, um so neue potentielle Zielstrukturen (targets) zur pharmakologischen Intervention zu identifizieren und darauf aufbauend experimentell- therapeutische Ansätze zu entwickeln und (prä)klinisch zu validieren. Die Forschungsarbeiten konzentrierten sich hierbei im Wesentlichen auf vier Bereiche:
    (1) Mechanismen intravasaler Thrombusbildung und ischämisch/entzündlicher Prozesse
    (2) Regulation der endothelialen Schrankenfunktion
    (3) Kardiovaskuläre Signaltransduktion und Regulationsprozesse
    (4) Bildgebung kardiovaskulärer Zell-Zell-Wechselwirkungen.

    Eine große methodische Stärke des SFB 688 war die Generierung neuer genetischer Mausmodelle und deren Analyse in Krankheitsmodellen (Projektbereich A).
    Ein weiterer Fokus lag in der Entwicklung und Anwendung von neuen Bildgebungsverfahren zur dynamischen Visualisierung dieser Erkrankungen im Mausmodell (Projektbereich B). Es gelang dem Konsortium, fundamentale Krankheitsmechanismen aufzuklären und eine Reihe von potentiellen pharmakologischen targets zu identifizieren und präklinisch zu validieren, von denen sich einige derzeit bereits in der klinischen Erprobung befinden.

    Besonders hervorzuheben ist, dass der SFB 688 wesentlich zu einem Paradigmenwechsel in einem zentralen Bereich der kardiovaskulären Forschung beigetragen hat: in diesem Verbund wurde der heute weithin anerkannten Prozess der „Thrombo-Inflammation“ als grundlegenden Pathomechanismus ischämisch/ entzündlicher Erkrankungen erstmals beschrieben und erste therapeutische Interventionsstrategien zur Kontrolle dieser Krankheitsprozesse aufgezeigt.

    Diese und weitere Entwicklungen haben zu einem neuen Verständnis kardiovaskulärer Zell-Zell-Interaktionen insbesondere in ischämisch-entzündlichen Erkrankungen beigetragen und setzen den Rahmen für die zukünftige Forschung auf dem Gebiet kardio- und zerebrovaskulärer Erkrankungen, u.a. in dem neuen SFB/TR 240 „Platelets“ (Würzburg/Tübingen), der zum 01. Juli 2018 seine Arbeit aufnahm.

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    Kontakt

    SFB 688 Mechanismen und Bildgebung von Zell-Zell- Wechselwirkungen im kardiovaskulären System
    Josef-Schneider-Straße 2
    97080 Würzburg

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    Medizin, Geb. D15
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